Das Schweizer Drei-Säulen-System der Altersvorsorge erklärt

AHV, Pensionskasse und private Vorsorge: Wie die drei Säulen zusammenspielen und was jede einzelne leistet.

6 Min. Lesezeit · Vorsorge & Rente

Die Schweiz baut das Renteneinkommen auf drei Ebenen auf. Wer versteht, was jede Säule leistet, hat den ersten Schritt gemacht, um abzuschätzen, ob das Geld im Alter reichen wird.

1. Säule: AHV/IV (staatliche Rente)

Die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist ein Umlageverfahren, das über Beiträge von Arbeitnehmenden, Arbeitgebern und Selbständigen sowie über Bundesmittel und Mehrwertsteuer finanziert wird. Sie soll den Grundbedarf decken. Die volle monatliche Altersrente einer alleinstehenden Person liegt (2025/26) zwischen CHF 1’260 und CHF 2’520, abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und davon, ob die Beitragszeit lückenlos ist (44 Jahre). Ehepaare erhalten zusammen höchstens 150 % der Maximalrente.

Die drei Säulen der Schweizer Altersvorsorge

2. Säule: Pensionskasse (BVG)

Angestellte, die über der Eintrittsschwelle (CHF 22’680) verdienen, sind über die Pensionskasse des Arbeitgebers versichert. Beide Seiten zahlen Beiträge, die mit dem Alter steigen. Bei der Pensionierung können Sie meist eine lebenslange Rente, eine Kapitalauszahlung oder eine Mischung beziehen. Zusammen sollen die 1. und 2. Säule für Durchschnittsverdienende rund 60 % des letzten Lohns sichern.

3. Säule: Private Vorsorge

Die Säule 3a ist ein steuerlich begünstigtes, gebundenes Sparkonto (siehe unseren 3a-Ratgeber). Die Säule 3b umfasst alles Übrige – freies Sparen, Anlagen, Wohneigentum und Lebensversicherungen – mit weniger Steuervorteilen, aber voller Flexibilität.

Was Sie tun können

Das System ist stabil, aber im Wandel: Die 13. AHV-Rente wird erstmals im Dezember 2026 ausbezahlt, und die Reform AHV 21 hebt das Referenzalter der Frauen auf 65.

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