Die Schweizer Steuererklärung ausfüllen: Ein praktischer Leitfaden
Unterlagen, Fristen, oft vergessene Abzüge und was zu tun ist, wenn Sie mit der Veranlagung nicht einverstanden sind.
6 Min. Lesezeit · Lohn & Steuern
Die meisten Einwohner reichen jedes Jahr eine Steuererklärung ein. Frühzeitige Vorbereitung macht es schmerzlos.
Unterlagen zusammentragen
- Lohnausweis jedes Arbeitgebers.
- Bank- und Wertschriftenauszüge per 31. Dezember, auch von ausländischen Konten.
- Bescheinigungen für Säule 3a und Pensionskassen-Einkäufe.
- Hypothekarzinsbescheinigungen und Liegenschaftsunterlagen.
- Belege für Krankheitskosten, Kinderbetreuung, Spenden und Berufsauslagen.
- Abzugsfähiger BetragCHF 3’300 · 85 %
- Nicht abzugsfähiger TeilCHF 560 · 15 %
Beispiel mit Standardwerten. Rechner öffnen →
Fristen
Die übliche Frist ist der 31. März des Folgejahres, doch Fristerstreckungen lassen sich online leicht beantragen, oft bis in den Herbst. Verspätetes Einreichen ohne Fristerstreckung kann zu einer Busse oder einer Einschätzung nach Ermessen führen.
Oft vergessene Abzüge
- Fahrkosten und Verpflegung ausser Haus.
- Weiterbildungs- und berufsbedingte Ausbildungskosten.
- Kinderbetreuungskosten und der Abzug für Zweiverdienerehepaare.
- Schuldzinsen und Unterhaltsbeiträge.
- Krankheitskosten über der Schwelle.
Nach dem Einreichen
Sie erhalten eine Veranlagung. Sind Sie nicht einverstanden, haben Sie eine kurze Frist, normalerweise 30 Tage, um Einsprache zu erheben. Bezahlen Sie provisorische Rechnungen pünktlich, auch wenn Sie eine Rückerstattung erwarten, um Zinsen zu vermeiden.
Schätzen Sie die Wirkung häufiger Abzüge mit dem Fahrkostenabzug-Rechner.