Invalidität und Einkommenssicherung: Wie die Schweiz Sie absichert
IV, Pensionskasse und Krankentaggeld: was sie zahlen und wo Lücken entstehen.
6 Min. Lesezeit · Versicherung & Gesundheit
Eine Krankheit oder ein Unfall kann Ihr Einkommen beenden. Mehrere Versicherungsschichten schützen Sie, doch die Beträge schrumpfen mit der Zeit.
Die erste Phase: Arbeitgeber und Taggeld
Ihr Arbeitgeber muss den Lohn für begrenzte Zeit weiterzahlen, je nach Dienstjahren. Viele Arbeitgeber haben eine kollektive Krankentaggeldversicherung, die bis zu 730 Tage lang etwa 80 % des Lohns zahlt. Nach einem Unfall zahlt die Unfallversicherung etwa 80 % des versicherten Verdienstes.
- Erwartete monatliche LeistungenCHF 4’200 · 60 %
- Monatliche EinkommenslückeCHF 2’800 · 40 %
Beispiel mit Standardwerten. Rechner öffnen →
Danach: IV und Pensionskasse
Die Invalidenversicherung (IV) prüft zuerst die Eingliederung, bevor sie eine Rente zuspricht, meist nach mindestens sechs Monaten verminderter Arbeitsfähigkeit. Eine Rente wird ab einem Invaliditätsgrad von 40 % bezahlt, in Stufen bis zur vollen Rente bei 70 %. Die Pensionskasse fügt eine Invalidenrente hinzu, doch die Summe beträgt oft nur 50–60 % des früheren Einkommens.
Wo die Lücken sind
- Selbständige haben oft kein Taggeld und keine Pensionskassendeckung.
- Hohe Einkommen: Die UVG versichert nur bis CHF 148’200.
- Teilzeitangestellte unter der BVG-Eintrittsschwelle haben womöglich keine Pensionskassendeckung.
Was zu tun ist
Prüfen Sie Ihren Vorsorgeausweis und erwägen Sie eine private Einkommensversicherung, wenn Sie Angehörige, eine Hypothek oder hohe Fixkosten haben. Wählen Sie eine Wartefrist, die zu Ihren Ersparnissen passt.
Sehen Sie Ihre mögliche Lücke im Erwerbsunfähigkeits-Rechner.