Heirat und Geld in der Schweiz: Güterstand, Steuern und Vorsorge
Wie der ordentliche Güterstand funktioniert, was die Heirat für Steuern und AHV ändert und warum ein Ehevertrag helfen kann.
6 Min. Lesezeit · Lebensereignisse & Familie
Die Heirat verändert Ihre Finanzen auf mehrere Arten. Es lohnt sich, die Regeln vor der Hochzeit zu kennen.
Der Güterstand
Standardmässig leben Paare in der Errungenschaftsbeteiligung. Jeder Ehegatte behält sein Eigengut (Vermögen von vor der Ehe, Erbschaften und Geschenke) und seine Errungenschaft (Einkommen während der Ehe). Bei Scheidung oder Tod wird die Errungenschaft grundsätzlich hälftig geteilt. Ein Ehevertrag kann das ändern, zum Beispiel um dem überlebenden Ehegatten mehr zuzuweisen.
- Bargeld und ErsparnisseCHF 30’000 · 10 %
- AnlagenCHF 80’000 · 27 %
- Säule 3aCHF 40’000 · 13 %
- Pensionskasse (Freizügigkeitsguthaben)CHF 150’000 · 50 %
Beispiel mit Standardwerten. Rechner öffnen →
Steuern
Verheiratete werden gemeinsam besteuert. Je nach Einkommen und Kanton kann dies die Gesamtsteuer gegenüber zwei Alleinstehenden erhöhen oder senken; der Bund arbeitet an Reformen, um Benachteiligungen abzubauen. Vergleichen Sie mit dem Steuerrechner Ihres Kantons.
Vorsorge
- AHV: Paare erhalten zusammen höchstens 150 % der maximalen Einzelrente, doch Splitting und Betreuungsgutschriften können zum Tragen kommen.
- Die Pensionskasse zahlt eine Partnerrente; unverheiratete Partner haben weniger Rechte.
- Bei einer Scheidung werden die während der Ehe aufgebauten Pensionskassenguthaben geteilt.
Wohnen und Schulden
Für die Familienwohnung müssen beide Ehegatten einem Verkauf oder einer Hypothek zustimmen. Sie haften nicht für die separaten Schulden Ihres Partners, teilen aber unter Umständen die Haushaltskosten.
Verschaffen Sie sich mit dem Vermögensrechner einen Überblick über Ihre gemeinsame Lage.