Betreibung in der Schweiz: Ablauf und Ihre Rechte

Was nach einer unbezahlten Rechnung geschieht, wie Sie Rechtsvorschlag erheben und wie Sie einen Registereintrag vermeiden.

6 Min. Lesezeit · Kredite & Schulden

Unbezahlte Rechnungen zu ignorieren kann zur förmlichen Betreibung führen. Wer die Schritte kennt, kann rechtzeitig handeln.

Die Schritte

  1. Rechnung, Mahnung und letzte Mahnung des Gläubigers.
  2. Der Gläubiger stellt beim örtlichen Amt ein Betreibungsbegehren.
  3. Sie erhalten einen Zahlungsbefehl.
  4. Sie haben 10 Tage Zeit, Rechtsvorschlag zu erheben, wenn Sie die Forderung bestreiten.
  5. Erheben Sie keinen Rechtsvorschlag oder hebt das Gericht ihn auf, kann der Gläubiger die Pfändung von Lohn oder Vermögen oder den Konkurs verlangen.
0501001500100200300
Verzugszins – in Abhängigkeit von Tage überfällig (Tage)

Beispiel mit Standardwerten. Rechner öffnen →

Wenn Sie das Geld schulden

Zahlen Sie oder vereinbaren Sie einen Zahlungsplan mit dem Gläubiger, bevor es eskaliert. Zinsen von 5 % und Inkassokosten können sich summieren. Wenn Sie nicht zahlen können, gibt es in jedem Kanton kostenlose Schuldenberatung.

Wenn Sie die Forderung bestreiten

Der Rechtsvorschlag ist einfach und braucht keine Begründung, doch der Gläubiger kann danach vor Gericht gehen. Ein Rechtsvorschlag gegen eine unbegründete Forderung stoppt die Betreibung vorerst.

Der Registerauszug

Betreibungseinträge erscheinen jahrelang auf Ihrem Betreibungsregisterauszug und können Mietbewerbungen und Kredite beeinträchtigen. Bezahlte Forderungen können in einigen Fällen auf Antrag gelöscht werden, wenn der Gläubiger zustimmt oder nach einer gewissen Zeit.

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