Frühpensionierung (FIRE) in der Schweiz
Hohe Löhne machen FIRE realistisch, aber Renten, Krankenkasse und Steuern brauchen sorgfältige Planung.
7 Min. Lesezeit · Sparen & Anlegen
Finanzielle Unabhängigkeit mit früher Pensionierung (FIRE) ist bei Schweizer Fachkräften dank hohem Sparpotenzial beliebt.
Die Grundrechnung
Ihr Ziel ist der Jahresverbrauch geteilt durch Ihre Entnahmerate. Bei 3,5 % brauchen Sie etwa das 29-Fache der Jahresausgaben, bei 4 % das 25-Fache. Die Sparquote zählt mehr als das Einkommen: Wer 50 % des Nettolohns spart, kann in rund 15–20 Jahren unabhängig werden.
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Schweizer Besonderheiten
- AHV-Lücken: Wer vor 65 aufhört zu arbeiten, muss als Nichterwerbstätiger weiter AHV zahlen (nach Vermögen) oder erhält eine gekürzte Rente.
- Pensionskasse: Meist ab Alter 58 beziehbar (in seltenen Fällen früher). Kapitalbezüge werden besteuert, gestaffelte Bezüge über mehrere Jahre helfen.
- Säule 3a: fünf Jahre vor dem Referenzalter zugänglich. Planen Sie die Bezugsreihenfolge.
- Krankenversicherung: Die Prämien hängen nicht vom Einkommen ab; Personen mit tiefem Einkommen können je nach Kanton und Vermögen Prämienverbilligung erhalten.
- Vermögens- und Einkommenssteuer: Im Ruhestand zahlen Sie Vermögenssteuer auf Ihr Portfolio, weshalb Kantone mit tiefen Steuern attraktiv werden.
Brückenstrategie
Finanzieren Sie die Jahre vor den Renten mit freiem Vermögen; geben Sie 3a- und Pensionskassenguthaben frei, sobald sie verfügbar sind. Ein gestufter Ausstieg, etwa mit Teilzeitarbeit, reduziert das Reihenfolgerisiko.
Nutzen Sie den FIRE-Rechner und kombinieren Sie ihn mit dem Rentenlücken-Rechner.